Grand Opening Night der „Social Animals“ im Collins Park

Mittwoch Abend 20.45 Uhr, die „Social Animals“ im Collins Park standen im Rahmen der Art Basel auf dem Plan. Eine Präsentation und Outdoor Installation von Nicholas Baume in Zusammenarbeit mit dem Bass Museum of Art.

Smoke Grid

Wir kamen etwas zu spät zur „Grand Opening Night“ an, aber immer noch rechtzeitig. Start war um 20.30Uhr. Ich hatte mich über den Abend erkundigt und wollte daher pünktlich da sein um keine Performance nach Plan zu verpassenEs war schon dunkel und überall sah man ausgerichtete Spots auf Kunstobjekte leuchten. Viele Menschen tummelten sich auf dem großen Platz und um so näher wir kamen um so lauter hörten wir dumpfe Schläge. Und dann entdeckten wir auch schon woher dieses Geräusch kam, es war nicht zu übersehen. Wisst ihr noch in meinem ersten Beitrag über den Aufbau zur ArtBasel Miami Woche? Dort erwähnte ich weiße und rote quadratische Podeste/Würfel und wusste nicht ob das dass fertige Kunstobjekt war, oder ob da eventuell etwas drauf kommt. Jetzt weiß ich es 🙂 Und damit hätte ich nicht gerechnet. Auf dem großen weißen Podest stand jeweils ein Junge oder ein Mädchen, mit Jeans Baggy, weißes Top, beige Timberland Boots, Haare offen und komplett emotionslos schlugen sie mit einem großen Hammer immer und immer wieder auf den obersten Würfel ein. Nach ein paar Minuten „drauf hauen“, durfte sich jeder einmal eine kleine Pause gönnen. Ich will nicht wissen wie anstrengend es ist, ein bis zwei Stunden auf einen Würfel zu schlagen – das gibt sicherlich Muskelkater.

Kate Gilmore steht hinter dieser Performance mit dem Titel „Only One Like You„. Ihr geht es darum, beim Prozess der Zerstörung eines Objektes dabei zu sein, bei der Entstehung eines Kunstwerkes. So etwas in der Art habe ich bisher auch noch nie gesehen.

Social Animals Social Animals

Kunst muss man auf dem ersten Blick nicht verstehen, vielleicht auch nicht auf dem Zweiten – zum Glück 🙂 So war das bei einigen Objekten die hier im Collins Park standen. Von einem großen Comic Bär, Steinskulpturen, Tau ziehenden Goldskulpturen, komischen Wesen und Objekten wo man sich die Frage stellte: „Ist das Kunst?“ bis zu meterhohen Stühlen.

Eine männliche Figur, die gerade ins Gebüsch pinkelte, aus Alufolie, haha nein, natürlich nicht aus Alufolie, doch so sah es aus, wie zerknitterte Alufolie. Ebenso aus Alufolie, 7 kleine Männchen, die einen Kreis bildeten, wie bei einer Taktikbesprechung vor einem Spiel diesmal nur in Mini.

Beim Durchlaufen der Ausstellung bemerkte ich auf einmal einen Mann, pitschnass stand er da, in einem Hemd und Lackschuhen, sein Handy in der Hand, er zitterte. Neben ihm stand ein großer Koffer, ein Schlauch führte aus dem Koffer bis an seinen Kopf und es floss ständig Wasser nach. Im Koffer wohl der Wasserkanister. So stand er pitschnass da, ebenso noch eine weitere weibliche Person. Total geile Idee, ich musste aber zwei mal hinsehen bis ich es verstanden hattee, dass das Teil des Abendprogramms war.

Social Animals Social Animals Social Animals

Polaroid_01Bevor wir heim gingen stand als letztes „Smoke Grid“ auf dem Programm, eine Konstellation mit befestigten Rauchbomben die angezündet wurden. In 10 Minuten sollte es los gehen, wir standen schon davor und warteten bis es los ging. Vor uns standen eine Frau und ein Mann mit einer Canon Spiegelreflexkamera, etwas hilflos und suchend, in der Hand da und kamen auf uns zu um nach Rat zu fragen, da sie die Kamera nicht richtig einstellen konnten um das „Smoke Grid“ zu fotografieren.

Wir kamen schnell ins Gespräch „auf deutsch“ und nach der Show stellte sich heraus, dass er der Künstler Olaf Breuning war, von Smoke Grid und drei weiteren Skulpturen im Collins Park. Immer wieder schön, nicht nur dabei zu sein sondern auch den Menschen dahinter kennen zu lernen. Seine Performance „Smoke Grid“ war schön bunt, die Rauchkanonen wurden alle gleichzeitig gezündet und es entwickelten sich bunte Rauchwolken. Ein schöner Anblick, wenn auch kurz.

Jetzt gibts die Aussteller/Objekte.

social_animals_001 social AnimalsScott Reeder, USA
„Real Fake“, Gegenüberstellung von Kontext und Interpretation.social_animals_002 social_animals_003 social_animals_004 Tom Friedman, Massachusetts
„Peeing Figure“, ein Selbstportrait des Künstlers aus zerkleinertem Aluminium.social_animals_005 social_animals_006 social_animals_007Maarten Vanden Eynde, Belgien
„Oil Peaks“, 2010-2013social_animals_008 Mathias Faldbakken, Oslo
Truck aus Steven Spielberg´s zweitem Spielfilm „Duel“.social_animals_009 social_animals_010 Tony Fasset, Chicago
Der Künstler zeigt einen Bären, naiv übergewichtig, schmale Schultern und offenen Mund, eben amerikanisch.social_animals_011 Sam Falls, LA
Untitled (Grün, Pink, Pfirsich, Gelb, Lavendel,und Cobalt Blau) Pulverbeschichtete Stahlkonsolen.social_animals_012 social_animals_013
social_animals_014 social_animals_015 social_animals_016 Ursula von Rydingsvard, Deutschland
„lub te’z“social_animals_017 Takeshi HAMANAKA, Japan
Nontemporary Art – Street Show. Ein Skorpion und eine Schlange lieben sich innig und werden eins. Aus Plastik Flaschensocial_animals_018 social_animals_019Olaf Breuning, Schweiz
„There is Absolutely Nothing to find Up There“, eine Kombination aus Realität und Illusion.

social_animals_020 Olaf Breuning, Schweiz
„Dreams/Dirt“, eine Kombination aus Realität und Illusion.

social_animals_021 Olaf Breuning, Schweiz
„I Don´t Want to Go This Way“, eine Kombination aus Realität und Illusion.

social_animals_022 Phil Wagner, USA
„Let us Rejoice“, 2013

social_animals_023 social_animals_024 Olaf Breuning, Schweiz
„Smoke Grid“, eine kurzlebige Installation, welche die Umgebung in eine wirbelnde, malerische Materie von Farbe und Bewegung verwandelt.

social_animals_025 Richard Long, England
„Higher White Tor Circle“, 1996

social_animals_026Alicja Kwade, Berlin
„Pulse“, Leisten aus Stahl in der Form der verschiedenen Zeitzonen der Welt übereinander gelegt

 

 

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